Ratgeber Untergrundvoraussetzungen
Die Basis muss stimmen
- Ebenheit
Die Ebenheit des Estrichs oder anderen Unterbodens kontrolliert Ihr zunächst mit einer Richtlatte oder einem Messkeil. Wenn Ihr feststellt, dass der Untergrund von der Norm abweicht, müsst Ihr den Boden dringend begradigen, um später beim Verlegen des Parkettbodens ein optimales Ergebnis zu erreichen.
- Festigkeit
Der Unterboden muss nicht nur eben, sondern auch besonders fest sein. Sonst lässt sich der Parkettboden nicht einwandfrei verlegen. Die Festigkeit des Bodens ist insbesondere dann wichtig, wenn Ihr den Boden vollflächig verkleben möchtet. Dazu prüft Ihr den Unterboden vorher durch eine so genannte Gitterritzprüfung. Dabei darf der Estrich nicht abkreiden oder absanden, das heißt, es dürfen sich keine Partikel aus dem Estrich ablösen.
- Feuchtigkeit
Das dritte wichtige Kriterium, das Ihr prüfen müsst, bevor Ihr Parkettboden verlegt, ist die Feuchtigkeit des Unterbodens. In den frisch gelegten Parkettboden sollte keine Feuchtigkeit von unten eindringen, das kann spätere Schäden auslösen. Diese so genannte Belegreife des Unterbodens beschreibt der Restfeuchtegehalt. Diesen zu prüfen und zu beurteilen, ist die Aufgabe des Untergrundlegers. Dabei kontrolliert er/sie die relative Luftfeuchtigkeit im Raum und misst die Feuchtigkeit im Boden.
Tipp: Alle wichtigen Details findet Ihr in unseren technischen Datenblättern und Verlegeanleitungen.
Die Vorteile der schwimmenden Verlegung
Bei der schwimmenden Verlegung werden die einzelnen Parkettdielen nicht mit dem Untergrund kraftschlüssig fixiert, wie es bei der
vollflächigen Verklebung der Fall ist, sondern lediglich als flächige Konstruktion miteinander verbunden. Das Parkett liegt dementsprechend unbefestigt auf dem Untergrund und „schwimmt“ auf diesem.
Die Verbindung zwischen den einzelnen Parkettdielen erfolgt in der Regel durch einfache Klicksysteme. Für diese Verlegemethode braucht Ihr wenig handwerkliches Geschick, sie ist daher auch für den Laien schnell umzusetzen.
Nach Abschluss der Verlegearbeiten kann das Parkett auch sofort betreten und der Raum eingerichtet werden.
Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, dass das schwimmend verlegte Parkett, falls notwendig oder erforderlich, wieder aufgenommen oder einfach ausgetauscht werden kann - für den Fall, dass Ihr Euch doch für einen anderen Bodenbelag entschieden habt oder den Parkettboden anderswo neu verlegen möchtet. Dies ist vor allem wichtig, wenn Ihr das Parkett in einer Mietwohnung verlegen wollt. Beim Ausziehen aus der alten Wohnung könnt Ihr problemlos Euren Boden wieder mitnehmen.
### Klebende Verlegung – eine dauerhafte Verbindung
Bei der geklebten Verlegung Eures Bodens entsteht beim Laufen wesentlich weniger Lärm durch Trittschall als bei der schwimmenden Verlegung. Schwere Möbel könnt Ihr direkt aufstellen, zudem müsst Ihr weniger Spiel bei Schwankungen im Raumklima einkalkulieren. Außerdem kann die Fußbodenheizung bei der geklebten Variante uneingeschränkt wirken. Geklebtes Parkett lässt sich gut bearbeiten und sogar schleifen, schließlich liegt es direkt auf dem Unterboden auf. Es läuft sich angenehmer auf einem geklebten Boden, denn Schwingungen bleiben bei dieser Verlegetechnik vollständig aus.
Aber Achtung! Um Parkett richtig und fachmännisch zu verlegen, braucht Ihr besondere Fachkenntnisse.
Wichtig ist zuerst die richtige Vorbehandlung des Untergrunds. Estrich muss fachmännisch geschliffen und gespachtelt werden, der Kleber muss gut aufgetragen und der Boden aufgelegt werden, danach gilt es, die Trocknungszeit richtig einzuschätzen.
- bei beheizten Estrichen aus Zement
- bei großen, unsymmetrischen, verwinkelten Raumsituationen oder schmalen, langen Fluren
- bei Fischgrät- und Systemelementverlegung
- wenn Ihr nur wenig Trittschall wünscht
- wenn Ihr Euren Boden mit schweren Möbeln belastet
- in gewerblich genutzten Bereichen wie z.B. Fitnessräume / Verkaufs- und/oder Ausstellungsräume etc.
Unsere Böden sind für beheizte Untergründe geeignet.
- Je nach Materialität und Stärke sorgen unsere Böden für ein angenehmes Laufgefühl.
- Durch den geringen Wärmedurchlasswiderstand unserer Produkte, wird der Wirkungsgrad einer Fußbodenheizung erhöht und dadurch Kosten gesenkt insbesondere bei der vollflächigen Verklebung.